Wie wird der Gewinn der KG verteilt?

Die Verteilung erfolgt gemäß § 121 HGB zunächst wie bei der OHG, es erfolgt also eine vierprozentige Verzinsung. Der überschießende Gewinn wird dann nach den Umständen angemessen verteilt. Dabei werden regelmäßig die Komplementäre vorrangig zu berücksichtigen sein. Erhalten die Komplementäre aber aufgrund von Arbeitsverträgen bereits eine Entlohnung für ihren Einsatz, so ist dieser ggf. gar nicht mehr zu berücksichtigen.

Was passiert, wenn der einzige Komplementär einer KG ausscheidet?

Eine KG kann ohne Komplementär nicht bestehen. Eine Umwandlung in eine OHG ist nicht möglich, da damit das Haftungsprivileg der Kommanditisten unterlaufen würde.

Daher muss die KG aufgelöst werden, wenn sich während der Liquidation kein anderer Komplementär findet.

Unterscheiden sich die Kontrollrechte der Komplementäre und Kommanditisten?

Ja, die Komplementäre können sich über alle Angelegenheiten der KG unterrichten lassen (§ 118), die Kommanditisten dagegen nur den Jahresabschluss prüfen (§ 166 Abs. 1 und 2).

Allerdings hat der Kommanditist ein allgemeines Informationsrecht, um seine Rechte kompetent ausüben zu können.

Wie kann ein Kommanditist seine Vorhaftung ausschließen?

Der Eintritt kann durch eine aufschiebende Bedingung (§ 158 Abs. 1) bis zur Eintragung hinausgeschoben werden. Dann wird er erst Teil der KG, wenn er als Gesellschafter eingetragen wird. Damit greift § 176 Abs. 1 nicht, weil es keine Zwischenzeit zwischen Eintritt und Eintragung gibt.